PRAXIS FÜR NATURHEILKUNDE

Constanze Zienicke

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THERAPIEN

Ruhte die Klassische Naturheilkunde bis ins 19. Jahrhundert hinein fast ausschließlich auf den fünf Säulen Ernährung, Bewegung, Wasser, Licht und Luft, so umfasst der Begriff heute eine Vielzahl sogenannter alternativer bzw. komplementärer Therapien. Das Angebot ist vielfältig und beinhaltet neben Diätetik, Hydro- und Phytotherapie, Atem- und Aromatherapie, Bewegungs- und Ordnungstherapie auch Heilverfahren wie Homöopathie, Traditionelle Chinesische Medizin, Ayurvedische Medizin, Reflexzonentherapie, Bach-Blütentherapie sowie diverse Körper­therapiemethoden.

Gemein ist all diesen Therapieformen in der Regel, dass sie zum Einen auf der Anregung körpereigener Regulations­mechanismen basieren. Zum Anderen betrachten sie den Menschen in seiner Ganzheit, in seiner ganz individuellen Einheit von Körper, Geist und Seele.
Und so steht auch weniger das einzelne Krankheitssymptom im Zentrum des Interesses, als vielmehr der gesamte Mensch mit seiner ganz individuellen Kranken- und Lebensgeschichte, all seinen emotionalen Befindlichkeiten und ganz speziellen körperlichen Symptomen.

Der menschliche Organismus ist ein äußerst komplexes System. Alle Abläufe sind fein aufeinander abgestimmt und greifen im gesunden Zustand perfekt ineinander, harmonieren miteinander.
Muskeln, Nerven, das Blutgerinnungs-, das Hormon- oder auch das Immunsystem – alle haben neben „Mitstreitern“ auch „Gegner“, die überschießende Reaktionen kontrollieren, ein „Zuviel“ oder auch „Zuwenig“ ausgleichen, ein Gleichgewicht anstreben. Ein geniales, sich selbst regulierendes System!
Diese Selbstregulation hat jedoch ihre Grenzen. Störungen, Ausfälle u.ä. können nicht unbegrenzt kompensiert werden. Ist das Gleichgewicht gestört, sendet unser Körper Signale - Warnsignale in Form von Symptomen. Ist unsere Lebensenergie kurz- oder langfristig nicht in der Lage die ursprüngliche Harmonie wieder herzustellen, werden wir krank – akut oder sogar chronisch.

Sofern keine akute Lebensgefahr besteht bzw. die körpereigenen Regulationsmechanismen erschöpft sind, ist es wohl das „edelste“ Ziel jeder therapeutischen Intervention, die Selbstheilungskräfte des Körpers zu aktivieren und ihn in die Lage zu versetzen, sich selbst zu heilen.

Akupunktur (lat.: acus = die Nadel, punctio = das Stechen)

Akupunktur ist ein wesentlicher Bestandteil der Chinesischen Medizin (TCM = Traditionelle Chinesische Medizin) und damit Teil einer Jahrtausende alten Erfahrungsheilkunde, die, basierend auf der fernöstlichen Philosophie, sich auf vier weitere Heilmethoden stützt: Diätetik, Kräutermedizin, Qi Gong (Bewegungstherapie) und Tuina (Heilmassage).

Eine der wesentlichen Grundlagen der chinesischen Heilkunde ist die Annahme einer universellen Lebensenergie (chin.: Qi), die allen Lebewesen innewohnt und in speziellen Bahnen (Meridianen) im Körper zirkuliert.

Die umfangreichen Erfahrungen der chinesischen Medizin belegen die Möglichkeit, mittels feiner, dünner Nadeln - an ausgewählten Punkten in der Haut platziert - dieses Qi von außen zu beeinflussen. Blockaden können so gelöst, Stoffwechsel, Hormon- und Immunsystem reguliert und Emotionen ausbalanciert werden.

Gemäß der Vorstellung der TCM, dass Gesundheit einen Zustand kennzeichnet, in dem Lebensenergie sowohl in ausreichendem Maße vorhanden ist als auch ungehindert fließen kann, definiert sich Krankheit als Ausdruck der Störung dieses Energieflusses, als Zeichen einer Disharmonie, eines Ungleichgewichtes. Ursächlich hierfür verantwortlich sind äußere wie innere Faktoren (z.B. Hitze, Kälte, Wind bzw. Zorn, Trauer, Angst), eine ungesunde Lebensweise (z.B. einseitige Ernährung, Alkohol- oder Drogenmissbrauch), Erbkrankheiten oder auch Traumen.

Ziel einer Akupunktur-Behandlung ist es daher, den Qi-Fluss zu harmonisieren, energetische Fülle- bzw. Leere-Zustände auszugleichen und den Organismus in die Lage zu versetzen, seinen vielfältigen Funktionen wieder ungehindert nachzukommen.

Anerkannte Anwendungsgebiete sind u.a.:

  • Neurologische und orthopädische Erkrankungen

    • Kopfschmerzen, Migräne

    • Ischialgien, Neuralgien

  • akute und chronische Atemwegserkrankungen

    • Sinusitis, Bronchitis

    • Asthma bronchale

  • Erkrankungen des Verdauungstraktes

    • akute und chronische Gastritis

    • Obstipation und Diarrhoe

  • rheumatische Erkrankungen

  • Augenerkrankungen

  • Schmerztherapie

Akupunktur kann zudem erfolgreich bei gynäkologischen Erkrankungen, bei Hauterkrankungen und Allergien (z.B. Heuschnupfen) eingesetzt werden.

Homöopathie (altgriech.: homoios = ähnlich, pathos = das Leid)

Vor ca. 200 Jahren machte der deutsche Arzt, Apotheker und Chemiker Samuel Hahnemann (1755-1843) eine erstaunliche Entdeckung: Bei einem Selbstversuch mit Chinarinde stellte er fest, dass er Symptome entwickelte, die denen der Malaria sehr ähnlich waren. Er schlussfolgerte daraus, dass die bereits bekannte positive Wirkung von Chinarinde bei Malaria auf der Ähnlichkeit des Krankheitsbildes Malaria und des Arzneimittelbildes Chinarinde (China)beruht.

In den folgenden Jahren prüfte Hahnemann eine Vielzahl von Substanzen mineralischen, tierischen und pflanzlichen Ursprungs. Dabei bestätigte sich seine Annahme, dass jede Substanz nicht nur ihr ganz spezielles Symptombild besitzt, sondern auch in der Lage ist, Krankheiten mit einem ähnlichen Symptombild positiv zu beeinflussen. In der Praxis bedeutete dies für Hahnemann z.B., dass fieberhafte Erkrankungen, die einen der Malaria ähnlichen Fieberverlauf aufwiesen, mit China geheilt werden konnten. Wohingegen Erkrankungen mit einem anders gearteten Fieberverlauf von China völlig unbeeinflusst blieben.

Similia similibus curentur“ - „Ähnliches werde durch Ähnliches geheilt.“ Dieser Leitsatz, das sog. Ähnlichkeitsprinzip, bildet bis heute das theoretische Fundament der Homöopathie.
Doch Hahnemanns Studien führten ihn noch zu einer weiteren, ebenso wichtigen und nicht weniger erstaunlichen Erkenntnis: Wird eine Substanz auf eine bestimmt Art und Weise (
Potenzierung) verdünnt, nehmen ihre Nebenwirkungen erwartungsgemäß ab, ihr Heilpotential indes nimmt zu!

Wie auch andere Naturheilverfahren, so richtet auch die Homöopathie ihr Hautaugenmerk weniger auf das einzelne, den Patienten belastende Symptom. Behandelt wird vielmehr der Patient als Ganzes. Das jeweilige Symptom ist nur Ausdruck eines zugrunde liegenden Problems, nicht das Problem selbst.
Die Aufgabe des Homöopathen besteht daher auch eher darin, das auf der Grundlage einer umfangreichen Anamnese entstehende „Gesamtbild“ des Patienten (körperliche, geistige und seelische Befindlichkeiten, Lebensumstände, erbliche Vorbelastungen etc.) mit den derzeit bekannten Arzneimittelbildern abzugleichen und das dem Patienten ähnlichste herauszufinden.
Gut gewählte homöopathische Mittel vermögen dann die körpereigenen Selbstheilungskräfte so zu aktivieren, dass sie den Menschen wieder in sein ureigenes Gleichgewicht bringen und damit die jeweilige Symptomatik – quasi von innen – „beseitigen“.
 

Massage / Shiatsu

Massagen gehören wohl zu den ältesten Heilmethoden der Menschheit schlechthin. Bedenkt man, dass man sich ganz instinktiv an eine schmerzhafte Körperstelle greift, sie hält, drückt oder reibt, ist dies auch nicht verwunderlich. Noch bevor sich Menschen darüber Gedanken gemacht haben, welches „Kraut“ gegen welches „Leid gewachsen ist“, trösteten Mütter ihrer Kinder mittels Berührung. Streichen gehört wie Kneten, Reiben, Klopfen und Schütteln daher bis heute zu den klassischen Massagegriffen.

Ganz mechanisch beeinflusst Massage sämtliche Hautschichten, das Bindegewebe sowie die Muskulatur, regt Durchblutung und Stoffwechsel an, vermag Verspannungen und Verhärtungen zu lockern, Verklebungen zu lösen und über das vegetative Nervensystem eine tiefe allgemeine Entspannung zu erzielen.
Massage wirkt nicht nur unmittelbar an der behandelten Körperstelle, sondern hat mittelbar auch Einfluss auf den gesamten Organismus einschließlich der Psyche.

Schlechte Körperhaltung, mangelnde Bewegung bzw. ungesunde Bewegungsmuster, Stress, Ängste, unterdrückte Emotionen – all dies, von unserem Körper auch im Muskelgewebe „abgespeichert“ - kann nicht nur zu akuten, sondern auch zu chronischen Verspannungen führen. Schulter-, Nacken- oder auch Rückenschmerzen sind die daraus resultierenden, ebenso typischen wie häufigen Beschwerden. Hinzu kommen vielfältige psychosomatische Krankheitsbilder wie wiederkehrende Kopfschmerzen, Unruhezustände oder auch Schlafstörungen.

Bei einem ganzheitlichen Massageansatz ist es möglich, über das vertrauensvolle Gespräch und die respektvolle Berührung, nicht nur die verspannte Muskulatur zu lockern, sondern auch zum zugrunde liegenden Problem vorzudringen. Erst hierin offenbart sich dann die Chance heilsamer Veränderung und langfristigen Beschwerdefreiheit.


Shiatsu (jap.: Shi = Finger, atsu = Druck)

Shiatsu ist eine vor ca. 100 Jahren in Japan entwickelte ganzheitliche Massageform, die in den 80er Jahren über die USA nach Europa gelangte und in den letzten Jahrzehnten auch in Deutschland immer mehr Beachtung und Verbreitung fand.

Shiatsu knüpft an alte Formen asiatischer Heilmassage an und basiert auf jahrhundertealter fernöstlicher Philosophie und Heilkunst. So z.B. auf der Vorstellung von der Existenz einer universellen Lebensenergie (jap.: Ki), die allen Lebewesen innewohnt und in speziellen Bahnen (Meridianen) im Körper zirkuliert, auf der Lehre von Yin und Yang sowie der Theorie der Fünf Wandlungsphasen.

In der chinesischen Medizin – und nicht nur dort – bezeichnet Gesundheit einen Zustand der Harmonie, einen Zustand, in der Lebensenergie ungehindert fließen kann, also weder blockiert, noch übermäßig verbraucht wird. Kommt es jedoch zu energetischen Imbalancen und Disharmonie, können diese Befindlichkeitsstörungen oder gar organischen Erkrankungen verursachen.
Ziel von Shiatsu ist es daher, das ins Ungleichgewicht geratene System zu harmonisieren, den Organismus in seiner Funktionswahrnehmung zu unterstützen und die Selbstheilungskräfte anzuregen.

Shiatsu ist eine sanfte, dennoch tief wirkende Massageform. Gearbeitet wird zumeist auf dem Boden, wobei der Behandler in aller Regel neben dem Patienten kniet und unter Zuhilfenahme des eigenen Körpergewichtes vorzugsweise mittels Finger, Handballen oder Unterarm gezielten Druck auf ausgewählte Körperregionen/Meridiane/Akupunkturpunkte ausübt. Hinzu kommen Dehnungen, Schüttelungen oder auch Rotationen.

! Da beim Shiatsu auf die Verwendung zusätzlicher Hilfsmittel wie Öl verzichtet wird, kann der Patient während der Behandlung bekleidet bleiben !

Typische Anwendungsgebiete sind u.a.:

  • Beschwerden des Bewegungsapparates

    • Rückenschmerzen

    • Muskel- und Gelenkbeschwerden

    • Schulter- und Nackensteifigkeit

  • Infektanfälligkeit und schlechte Abwehrlage

  • psychosomatische Beschwerden

    • stressbedingte Schlafstörungen

    • depressive Verstimmungen

    • Verdauungs- und Essstörungen

    • Kopfschmerzen

    • Unruhe und Nervosität



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